Das wird voll werden heute Abend. Ein ganzer Haufen hoch gehandelter Poeten hat es auf den Sieg abgesehen.
Da sein werden zum Beispiel: Lasse Samström, Begründer und Großmeister der Prüttelschosa, außerdem mal Deutscher Meister gewesen; Michael Jakob, wohlbekannt; Julia Roth aus Kölle; Katharina Helter aus Karlsruhe; Jonathan Baumgärtner aus Schweinfurt; Marilisa, die vergangenen Donnerstag quasi im Alleingang den Sieg für Unterfranken im Franken-Triell in Nürnberg holte, außerdem noch immer 15-jährig; Nils Rusche, Bamberger mit Analfixierung; Syke Pieper, Ex-Poetenfee und immer noch nicht mit dem Wachstum angefangen.
Reicht noch nicht? Werden wohl auch noch mehr werden, der große Organisator hat den Überblick ein bisserl verloren.
Wegen der Nähe zu Fasching sei noch einmal ausdrücklich das Verkleidungsverbot für Slammer erwähnt. Jede Büttenrede wird mit einem Tusch in den Allerwertesten bestraft.
Und wie immer gilt: reime Liebe auf Triebe und es gibt Hiebe! Bis heute Abend!
Ausnahmsweise und zum Wohle aller (so konnte ich mal in Stuttgart mitslammen) steigt der Würzburger Slam diesmal am 2. Sonntag im Monat, was dem 10. Januar entspricht.
Sonst alles wie immer, die Doors open ät 20 Uhr und wenn alle drin sind, fangen wir an.
Im Wettbewerb steht diesmal neben bekannten Gesichtern aus Stadt und Region z.B. der Hessenslam-Meister Marvin Ruppert und Schriftstehler Armin Sengbusch aus dem hohen Norden.
Die Teilnehmerliste muss krankheits- und arbeitsbedingt geändert werden. Heraus fallen bedauernswerterweise Sushi und Thomas Brandt.
Dafür begrüßen wir, zum ersten Mal in Würzburg: Quichotte aus Köln.
Weitere Updates folgen oder werden erst zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. Spannung!
Update Sonntag, 15 Uhr: außerdem dabei: Tilman Döring aus Darmstadt.
Komprimiert:
6. Dezember 2009 / Posthalle // 20 Uhr Door /// 20.30 Beginn ///// 5 Euro
>>Extra-Regel: Texte über Nikolaus, den Weihnachtsmann und Weihnachten bekommen es mit der Rute zu tun!<<
Sonst alles wie immer. Für Newbies wichtig: Die Zuschauer bringen kleine Präsente mit, die für den Sieger gesammelt werden.
Wir erwarten auf der Bühne:
Sushi da Slamfish aus Düsseldorf, Slamlegende, Kopfdichter, unvorhersehbar.
Harry Kienzler aus dem schönen Tübingen, dem es beim Dead Or Alive so gut gefallen hat, dass er gleich wieder vorbeischaut. Harry ist aktueller Vizemeister in der Slam-Team-Disziplin, liebt seine Angst und hat darüber grade ein Buch rausgebracht.
Thomas Brandt, noch immer Rekordchampion in Würze. Er will’s wieder wissen, sagt man.
Der Geschichtenerzähler aus Zwickau. Seine Würzburger Premiere vor wenigen Monaten ist noch immer gut und im Gedächtnis. Es kann humorvoll werden, weiß man.
Viele mehr! Anmeldungen bei Frankenslam oder an der Abendkasse.
Der erste Würzburger Dead Or Alive Slam ist Geschichte – und zwar eine, die weitergeschrieben wird. Schon in der ersten von insgesamt drei After Show Locations einigten sich Slammer, Schauspieler und Entscheidungsträger des Theaters, die Veranstaltung mit den Prädikaten “rockbar”, “höchst wertvoll” und “fortsetzungswürdig” zu versehen. Im Choko Chanel brandete gar weit nach Mitternacht nach einer Spontanansprache eines Schauspielers noch einmal wohltuender Beifall auf. Und zwar nicht NUR, weil es plötzlich wieder Pommes gab.
Schon bei der Vorstellung der Teams war zu spüren, dass der Abend ein ganz großer werden würde. Die Vorschusslorbeeren, die das Publikum durch seinen Willkommensapplaus verteilte, standen den Dichtern gut zu Kopfe, ohne allzusehr nach innen zu dringen.
Die Konsequenz waren acht Vorrundenbeiträge, von denen jeder für sich ein Highlight darstellte, was auch die Jury in ihrer Wertung spiegelte. Nach Runde 1 führten die Lebenden mit 4,5 Punkten vor der toten Dichtern – und noch vier Finalbeiträge standen aus.
Harry Kienzler und Thomas Brandt taten ihr Bestes, um die Führung aufrecht zu erhalten, doch Heinrich Heine und Sarah Kane texteten sich in den Duellen nach vorne. Fast hätte es gereicht. Hätten wir einen Dramaturgen für den Abend engagiert, er hätte das Finale nicht besser in Szene setzen können. Erst nach dreimaligem Nachrechnen traute sich der Moderator schließlich, das Ergebnis zu verkünden. Die Mannschaft der Lebenden gewann mit 158 zu 157,5 Punkten!
Unmittelbar danach zeigten jedoch die Schauspieler, dass sie in der Kunst des Verbeugens die Nase ganz weit vorne haben. Vielleicht sollte man da mal einen Workshop besuchen.


